Andreas Sander hat sich zum zweiten Mal in seiner Karriere das Kreuzband gerissen. Nach der Operation Anfang Januar startet am Montag die eigentliche Reha. Die WM-Saison ist jedoch leider beendet.

Der Weg zur Diagnose Kreuzbandriss mutet skurril an. Beim Training zur Weltcup-Abfahrt in Bormio kam Andi bei einem Sprung recht hart auf, maß dem kurzen Stich ins Knie jedoch nicht viel Bedeutung zu. Dass er sich dabei das Kreuzband im rechten Knie gerissen hat, war für den ehemaligen Weltmeister der Junioren undenkbar. Platz 35 in der Abfahrt auf einer der schwersten Pisten der Welt rechnete er noch einer schlechten, eigenen Leistung zu. Umso froher war Andi mit der Rehabilitierung durch Platz 14 im Super G Tags drauf. Nach einer kleinen Pause an Sylvester trainierte Andi danach am heimischen Oberjoch Riesenslalom und fühlte etwas Instabilität im rechten Knie. Um auf Nummer sicher zugehen, ließ er das Knie in München untersuchen, wo die niederschmetternde Diagnose eines Kreuzbandrisses gestellt wurde.

Wie schon bei seinem ersten Kreuzbandriss, der erst nach mehreren Trainingstagen auf der Garmischer Kandahar entdeckt wurde, ging Andi demnach gut zu Fuß ins Krankenhaus, um es auf Krücken wieder zu verlassen. „Das ist wirklich sehr ungewöhnlich“, musste Andi über diese besonderen Umstände fast schon schmunzeln. Nicht zum Lachen ist Andi jedoch wegen der Konsequenzen: „Die WM-Saison ist damit beendet. Jetzt hoffe ich, dass der Heilungsverlauf gut bleibt, damit die Vorbereitung für den kommenden Winter nicht zu sehr eingeschränkt sein wird.“

Mit dem bisherigen postoperativen Verlauf ist der für die SG Ennepetal startende Sportsoldat sehr zufrieden: „Das lief bisher ohne Komplikation. Die ersten vier Wochen nach der Operation sind noch nicht Teil der eigentlichen Reha, aber dennoch sehr wichtig. Am Montag kann ich mit der Reha anfangen und hoffe, dass alles auch weiter so gut geht wie bislang. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es ein langer Weg sein wird.“

Für Abwechslung auf diesem langen Weg sorgte der Freitag beim Weltcup-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen. Auf Einladung von Eurosport kommentierte Andreas Sander gemeinsam mit Guido Heuber das Abfahrtstraining und konnte dabei in einem kurzweiligen Gespräch viel aus der Sicht des Profis erzählen.

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