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23.12.2010
Ein Tag im Weltcup
Die für Andreas Sander so
erfolgreichen Tage von Gröden sind inzwischen vorbei.
Vieles war neu für den jungen Ennepetaler. Skirennen ist
eben nicht gleich Skirennen. Aufgrund der vielen neuen
Eindrücke hat Andi daher aufgeschrieben, wie ein Tag im
Weltcup aussieht. Bei dem dargestellten Tag handelt es
sich um Donnerstag, als das zweite Training lief.
08:00h: Der Wecker klingelt.
Normalerweise stehe ich bei Rennen früher auf. Im
Weltcup liegt der Start aber viel weiter hinten. Daher
reicht 08.00h aus. Direkt nach dem Aufstehen geht es zum
Frühstück.
09:10h: Die
Mannschaft (Sportler und Trainer) versammelt sich. Es
geht auf zur Besichtigung der Piste. Die
Streckenbesichtigung geht von 9.30h bis 11.00h. Hier in
Wolkenstein war super, dass die Bergbahn nur 100m vom
Hotel weg ist und man so innerhalb von wenigen Minuten
oben am Start ist.
11:00h:
Vom Zielbereich, wo die Besichtigung endet, fährt ein
Shuttle-Bus zurück ins Hotel. Dort ziehe ich mich
schnell um und dann geht es zum Einfahren. Einfahren
heisst hier, dass die Tore als Super G gesteckt sind, so
dass man ein erstes Gefühl für die Geschwindigkeit
bekommt.

Bus-Shuttle nach dem Training
12:00h: Es geht wieder zurück ins Hotel, um noch eine
Suppe zu essen. Inzwsichen sind die ersten Läufer
gestartet, so dass man sich deren Fahrt im Hotel im
Fernsehen anschauen kann.
13:00h: Jetzt wird es
ernst. Mit der Gondel geht es wieder hoch zum Berg. Dort
ist in Gröden zum Glück ein Restaurant, so dass man im
Warmen warten und gut eisnchätzen kann, wann man dran
ist.

Andis Start in der Abfahrt auf Großleinwand
13:45h: Start zum zweiten Training. Ich fahr allen
Erstens auf Platz 3 und kann mir das nicht wirklich
erklären. Aber egal: Dritter ist mal so schlecht nicht.
Mit dem Shuttle geht es ins Hotel.
14:45h: Das nächste Essen im Hotel steht an. Vor
dem Start kann ich, selbst wenn ich wollte, nicht so
richtig essen. Daher wird jetzt etwas nachgeholt.
15:15h: Endlich kann ich mich auf meinem Zimmer ein
wenig ausruhen.
16:00h: Wieder versammelt sich
die Mannschaft, diesmal zum Konditionstraining. Das ist
aber eine lockere Einheit. Vom Training geht es zum
Physiotherapheuten.
17.30h: Die Videoanalyse
steht an. Wir haben an der Strecke insgesamt sieben
Leute mit Kameras postiert. Sieben deshalb, weil wir mit
den Schweden "gemeinsame Sache" machen. Die filmen uns
und wir sie. Das Videomaterial wird ausgetauscht. Dazu
kriegen wir noch die Bilder, so dass wir unsere Fahrten
vollständig sehen können. Mit den Trainern wird dann die
Linienwahl, Fehler und alles möglich besprochen.
18:30h: Ich gehe in den Keller, wo unsere Ski präperiert
werden, und tausche mich mit meinem Servicemann Albrecht
"Ali" Winter aus. Ich schildere ihm meine Eindrücke vom
Ski, wie er lief und so weiter. Zusammen entscheiden wir
uns dann für den Ski, den ich im Rennen fahre. Den macht
Ali dann am Abend rennfertig.

Andi mit Service-Mann Ali Winter
19:30h: Es geht zum Abendessen, wieder in der Runde der
Mannschaft. Hier hat man Gelegenheit mit den Sportlern
anderer Mannschaft zu reden, die im gleichen Hotel
untergebracht sind. Der Rest des Abends ist dann frei,
man liest was, schaut Fern, unterhält sich, trifft
Presse, liest und schreibt E-Mails; alles je nach Lust
und Laune.
22:30h: Bettruhe, die allerdings nicht
vorgegeben wird. Es gibt Fahrer, die gehen früh ins Bett
und stehen früher auf; andere verschieben das
Zeitfenster.
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