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16.12.2009
PANORAMA (BC): ANDREAS SANDER
KÄMPFT GEGEN DAS PECH
Die zweite Woche der Nordamerika-Tour begann mit vier
Rennen an vier Tagen in den technischen Disziplinen. Je
zweimal standen Riesenslalom und Slalom auf dem
Programm.
Der Riesenslalom und Andreas sind derzeit nicht die
besten Freunde: "Im Riesenslalom komme ich derzeit nicht
zu zurecht wie es sein sollte. Teilweise fahre ich ganz
gute Schwünge, dann folgt aber schnell ein brutaler
Fehler. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit", erklärt
der Ennepetaler seine eher schwierige Beziehung zum
Riesentorlauf.
Der erste Riesenslalom-Tag verlief daher auch typisch:
Ein paar guten Schwüngen folgten wiederum nicht ganz so
gute. "Ich war auch einfach zu vorsichtig unterwegs",
erklärte Sander nach dem Rennen. Immerhin reichte es zu
Platz 29, "was aber auch im Riesenslalom nicht mein
Anspruch ist". Das Rennen gewann der Amerikaner der
Amerikaner Will Gregoriak.
Entsprechend der Aufforderung seiner Trainer im
Riesenslalom mal etwas mehr zu riskieren, ging der
20-jährige Wahl-Oberstdorfer dann auch sehr aggressiv in
das zweiten Rennen: "Und siehe da: das lief mal deutlich
flotter als vorher. Leider bin ich dann auf den Innenski
abgerutscht und ausgeschieden. Aber: Mit mehr Risiko war
das schon ein deutlich besseres Gefühl". Tagessieger
wurde Jon Olsson aus Schweden.
Tag 3 in Panorama brachte den ersten Slalom und wieder
einmal Pech für Andreas. "Ungefähr das zehnte Tor ist
abgebrochen und mir hinterhergeflogen. Ich war völlig
irritiert, bis mir die Stange auch noch unter den Ski
kam. Das hat nicht nur Zeit, sondern auch den Ski
gekostet, da der jetzt hinüber ist", meinte Andreas
enttäuscht nach dem ersten Lauf. Mit Müh und Not
schleppte er sich ins Ziel und auf einen Platz um die
40, der sicher nicht seinem derzeitigem Leistungsniveau
entspricht. "Im zweiten Lauf hatte ich dann ja nichts
mehr zu verlieren: Rennski kaputt und sehr viel
Rückstand. Also fuhr ich volle Attacke." Diese Attacke
bedeutete dabei die 5. beste Laufzeit im zweiten
Durchgang und sorgte für Platz 16. Als Sieger konnte
sich Nolan Kasper (USA) feiern lassen.
Mit dem Handicap des fehlenden Rennskis ging es in den
zweiten Slalomtag. "Ohne wirkliches Gefühl für den
Trainingsski habe ich mich im ersten Durchgang
regelrecht auf Platz 30 gebremst", räumte Andreas
selbstkritisch ein. In der Tradition starker zweiter
Durchgänge ließ er es anschließend wieder richtig
laufen. Mit der viertbesten Laufzeit katapultierte sich
Sander noch auf Platz 15. "Da muss ich meinen Trainern
aber wirklich Recht geben: Wenn ich meine, nichts mehr
verlieren zu können, dann läuft es richtig gut. Mein
persönliches Ziel in den technischen Disziplinen muss es
jetzt sein, endlich mal einen guten ersten Lauf
hinzubekommen, der mir eine bessere Ausgangssituation
verschafft". Das Rennen gewann der Amerikaner Will
Brandenburg.
Am letzten Tag der Nordamerika-Tour steht am Donnerstag
eine Super-Kombi an. Der Super-G wird hierbei zudem auch
als eigenes Rennen gewertet. Nach den bisher guten
Leistungen in Super-G und Slalom bietet sich also erneut
die Chance einer guten Platzierung.
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