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21.05.2011
Testen wie die Profis
Was machen Ski-Weltcup-Fahrer eigentlich
im Sommer? Unter anderem nutzen sie die wettkampffreie
Zeit mit ausgiebigen Skitests. Doch nicht nur Profis
testen, auch der nordrhein-westfälische Skinachwuchs
bekam die einmalige Gelegenheit, auf Andreas Sanders
Spuren zu testen.
Andreas Sander
wird seit einem Jahr vom österreichischen Skihersteller
ATOMIC ausgerüstet. Diesen Kontakt nahm Klause Monse,
Sportwart von Sanders Heimatverein SG Ennepetal, zum
Anlass,
sich bei
ATOMIC über die Möglichkeiten eines Skitests zu
informieren. Konstantin Nieberle vom Deuschland-Vertrieb
zögerte keine Minute und sagte sofort zu. So kam es am
Freitag nachmittag in der JEVER Skihalle Neuss zu
umfangreichen Tests, bei denen mehr als zwei Dutzend
Nachwuchsskifahrer anwesend waren. Neben den
Mitgliedern
des Ennepetalers Rennteams nahm auch die
Verbandsmannschaft des Westdeutschen Skiverbandes teil.

Materialkunde zu Beginn des Tests
Nachdem
Nieberle zunächst die mitgebrachten Slalom- und
Riesenslalom-Ski vorstellte, ging es endlich auf den
"rheinischen Gletscher". Die Hoffnung der Kinder und
Jugendlichen auf Tipps vom Profi sollten nicht
enttäuscht werden. Gut drei Stunden nahm sich Sander
Zeit und zeigte dem Nachwuchs, wie man den Stangenwald
möglichst schnell wie sicher bewältigt und wie man den
richtigen Ski findet. Wissbegierig hörte und sah der
Skinachwuchs zu, probierte es dem Vorbild aus dem
Fernsehen gleichzumachen.

Andreas Sander und westdeusche Nachwuchs
Dabei kam
nicht nur der Nachwuchs auf seine Kosten, auch für den
Profi war die Veranstaltung eine runde Sache: "Ich bin
derzeit bei einem zweimonaten Bundeswehrlehrgang und
habe deswegen seit März nicht mehr auf Ski gestanden.
Also habe ich nicht lange gezögert, und bin direkt von
der Kaserne nach Neuss gefahren", so Sander. "Es macht
Spass, den Jungs und Mädels zu zeigen, was man mit gutem
Material alles anstellen kann. Es ist bei mir ja gar
nicht so lange her, da war ich auch in deren Alter und
hätte mich über Tipps aus der Nationalmannschaft auch
gefreut. Materialtests sind das A und O. Jeder Läufer
muss für sich das richtige Material finden; sonst bringt
die beste Technik nichts; im schlimmsten Fall wird es
sogar gefährlich. Deswegen möchte ich mich bei ATOMIC
danken, dass sie meinen Vereins- und Verbandsnachwuchs
diesen Test ermöglich haben."

Andi im Interview
Nach
zahlreichen Autogrammen und einem Interview für den
Hörfunk, war der Tag in Neuss dann auch leider wieder
schnell vorbei. Für Sander heisst es jetzt noch zwei
Wochen warten. Dann steht der erste Schneelehrgang des
DSV an. In Neuss wird Sander aber sicher nicht zum
letzten Mal gewesen sein.
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