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29.01.2011
Zum zweiten Mal Weltcup-Punkte
Nach zwei 31.
Plätzen bei den letzten beiden Weltcup-Stationen war
diesmal das Glück auf Andreas Sanders Seite: Als 30.
fuhr der Ennepetaler zum zweiten Mal in seiner Laufbahn
in die Punkteränge.
Einige Zeit musste
Andreas Sander nach seiner Fahrt noch zittern, doch
gegen 14.30h stand die zweite Platzierung seiner
Karriere unter den Top 30 fest. "Ich war mir eigentlich
sicher, dass Ondrej Bank aus Tschechien mich noch
verdrängt. Der war im Training immer vor mir. Aber heute
hatte ich das Quentchen Glück, dass in Bormio und
Kitzbühel gefehlt hat", freute sich Andreas Sander über
den Punktgewinn. Ironie des Schicksals: Sander
verdrängte den Schweizer Ambrosi Hoffmann aus den
Punkten, der im Super G von Kitzbühel wiederum
Sander den letzten Punkt nahm.

Andreas Sander
Mit seiner eigenen Fahrt war Sander nicht ganz
zufrieden. "Das Rennen entscheidet sich ja weit oben bei
der 180°-Kurve und der sich anschließenden Ausfahrt ins
Gleitstück. Bis zur besagten Kurve war ich gut
unterwegs. Die habe ich aber nicht gut erwischt und viel
Zeit verloren. Der Rest lief dann wieder ordentlich."
Dieser subjektive Eindruck des Westfalen wird beim Blick
auf die Zeiten-Analyse bestätigt. Im Abschnitt zwischen
der ersten und zweiten Zeitnahme fuhr Andreas die 37.
Sektorzeit, während er in allen anderen Sektoren stets
unter den Besten 30 war.
"Dass es trotz der
verpatzten wichtigsten Kurve zu Platz 30 reicht, freut
mich sehr. Ich wollte heute Punkte holen und das habe
ich geschafft. Mehr darf ich von mir selbst noch nicht
erwarten", sagte der Sportler von der SG Ennepetal nach
dem Rennen.
Zum positiven Eindruck gehörte für
Andi auch die Atmosphäre an der Strecke: "Na da war ich
ordentlich überrascht. Beim Training war hier nicht viel
los. Heute aber waren viel Zuschauer hier. Sogar oben
beim ersten Sprung standen schon viele Leute. Mit einer
guten Kulisse macht das einfach mehr Spass."
In
einer komplett anderen Welt fuhr einmal mehr Didier
Cuce, der folgerichtig das Rennen in Chamonix auch
gewann. "Das ist schon sehr beeindruckend, wie er
momentan dominiert", lautete der Kommentar des 15 Jahre
jüngeren Sander.
Schon morgen wird Andreas
Gelegenheit bekommen, die ideale Linie in der berühmten
180°-Kurve von Chamonix zu finden. Erstmals in seiner
Karriere wird er in einer Weltcup-Superkombi an den
Start gehen.
Um 11h wird die Abfahrt gestartet.
Drei Stunden geht es in den Slalom. Andreas startet mit
den gleichen Ambitionen wie zur heutigen Abfahrt: "Wenn
ich im Weltcup fahre, möchte ich auch Punkten. Das gilt
auch für morgen. Ob ich es schaffe, weiss ich nicht.
Aber mit einer guten Abfahrt könnte ich die Grundlage
dafür setzen. Mal schauen, wie es läuft."
Zum Schluss noch einige Links:
Ergebnis
Weltcup-Abfahrt
Homepage des Veranstalters
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